Viele Hundehalter beschätigen sich zwar mit dem was der Hund
lernen soll, also mit den Lernzielen.
Woran es aber meines Erachtens vielfach hapert,
sind die Vorstellungen über die Wege, die zu diesen Zielen führen können.
Oftmals wird hierbei der Faktor „Motivation“ des Hundes
außer acht gelassen.
Auch der Hund hat ein emotionales Erleben, was meiner
Meinung nach bei dem Wunsch, Lernziele zu erreichen, viel zu wenig
berücksichtigt wird.
Einer zum Lernen angemessenen Motivation könnten Fragen
voraus gehen, wie:
Was ermöglicht arteigenes Lernen des Hundes? Wie erreiche ich, den Hund in eine für das
Lernen ausreichende und vor allem angemessene Motivation zu bringen?
Wie wir alle noch aus der Schulzeit wissen, fällt es dem
Menschen schwer, unter Druck und Zwang noch intensiv und dauerhaft Lerninhalte
aufzunehmen und zu speichern. Genauso geht es den Hunden auch.
Arbeit über Meideverhalten behindert entspanntes Lernen und
birgt Gefahren wie Fehlverknüpfungen, psychosomatischen Beschwerden (starkes
Haaren, Leckgranulome, Frustration, Angst, Unruhe, Nervosität, Stress,
Durchfall und Vieles mehr).
Eine ruhige Konzentration, bei der der Hund freudig und in
einer positiven Erwartungshaltung das Gelernte aufnimmt, wird bei der Arbeit
über Zwang, Strafe und somit über Meideverhalten niemals erreicht werden
können.
Langzeitfolgen wie früher „Verschleiß“ des Hundes, mangelnde Bindung
und Vertrauen sind möglich.
Ist es denn nicht viel einfacher und schöner für Hund und
Mensch, dem Hund Lernen auf freudige Art zu ermöglichen?
Liebe, Einfühlungvermögen, gute Beobachtungsgabe, Sachwissen über Lerngrundlagen sowie einige Techniken gepaart mit Fantasie
stellen eine gute Basis dar, um dem Hund Lernen auf freudige Art zu
ermöglichen, um nur einige wesentliche Voraussetzungen zu nennen.
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