Bereits seit den vierziger
Jahren des 20 Jahrhunderts finden sich wissenschaftliche Veröffentlichungen,
die den therapeutischen Wert eines Heimtiers zum Thema haben (z.B. Bossard, 1944).
Mittlerweile werden
vielerorts Hunde in unterschiedlichen therapeutischen Bereichen eingesetzt. So
ist das tiergestützte Angebot breit gefächert: von der Rehabilitation über präventive Maßnahmen bis hin zur
individuellen Lebensgestaltung und Integration, um nur einige Bereiche
anzusprechen.
Man weiß heutzutage, dass
Kontakt zu Hunden die Lebensfreude von Menschen mit Handicap steigern kann.
Das Zusammensein mit einem
geliebten Vierbeiner kann eine positive Einflussnahme auf den Menschen haben. So
werden Probleme oftmals zweitrangig, da die Sorge um das Wohl des geliebten
Hundes das Leben bestimmt und Verantwortung gefragt ist.
Das Tier kann Sicherheit und
Vertrauen geben sowie ein Stück mehr Unabhängigkeit und damit mehr Lebensqualität.
Ein Tier gibt Liebe, ohne
dafür etwas zu fordern und bewertet weder Aussehen noch Unzulänglichkeiten.
Durch diese positive
Einflussnahme kann sowohl der Mensch mit Handicap als auch sein familiäres
Umfeld neue Kraft und Zuversicht schöpfen.
Wirkungen
Kurzfristige Wirkungen eines
therapeutischen Kontakts zu Hunden können beispielsweise sein:
Entspannung, mehr
Aufmerksamkeit, das Gefühl von Sicherheit. Kinder reagieren nach Fine mehr auf
Tiere als auf leblose Objekte wie zum Beispiel Spielzeug (Fine 2006). Des Weiteren
können ruhende Tiere das Gefühl von Entspannung und Sicherheit vermitteln, was
beim Streicheln eines Tieres verstärkt wird und ein Beziehung intensivieren
kann (Fine 2006).
Langfristig kann der Kontakt
zum Tier den Beziehungsaufbau fördern (z.B. Bowlby,
1969; 1980; Bretherton & Waters, 1985; Grossmann, 1995; Main, 1997)
Das Tier kann
als Brücke fungieren, um langfristig Zugang und Bindung zum Kind zu bekommen (Levinson, 1972).
Eisbrecher – Funktion
Hunde im tiergestützten
Angebot können eine sogenannte „Eisbrecher-Funktion“ haben. Insbesondere ruhige
und freundliche Tiere sind für Kinder sehr attraktiv. Sie können
Kommunikations- und Beziehungsangebote erleichtern und initiieren.
( Brockmann 2002 ), Der
Kommunikationspartner Mensch kann daran anknüpfen und rascher Zugang erhalten.
In Abgrenzung zur
tiergestützten Therapie möchte ich mein Angebot für Sie wie folgt beschreiben:
Ohne auf einen bestimmten
therapeutischen Erfolg gezielt hinzuarbeiten, möchte ich Ihnen die Möglichkeit
eines abwechslungsreichen Freizeitangebotes geben.
Hierzu biete ich gemeinsame
Spaziergänge o.Ä. mit gut sozialisierten und ruhigen Hunden an, die über eine
hohe Toleranzschwelle verfügen.
Diese Spaziergänge verlaufen
völlig ohne Zwang.
Allein die Anwesenheit des Hundes zählt. Daraus kann sich
Spiel, Bewegung und vor allem Kommunikation ergeben.
Hunde bieten Gesprächsstoff
und helfen bei der Beziehungsgestaltung und Kontaktaufnahme zur Umwelt.
Auch können hierbei in freundlicher und
entspannter Grundstimmung z. B. Regeln im Umgang Kind und Hund vermittelt werden.
Sie können mein Angebot je
nach Möglichkeit im Gruppen- wie auch im Einzelkontakt nutzen.
Meine Hündin Basihma
Ruhende Tiere können das Gefühl von Entspannung und Sicherheit vermitteln.